Neue molekulargenetische Verlaufsdiagnostik: MRD-Monitoring bei DLBCL
25. Juni 2026
Das
diffus großzellige B‑Zell‑Lymphom (DLBCL) ist die häufigste Form der
aggressiven Non‑Hodgkin‑Lymphome im Erwachsenenalter. Trotz kurativer Therapieansätze mittels
Immunchemotherapie bleibt das Risiko für Rezidive bestehen. Eine molekulare
Verlaufsdiagnostik bietet das Potenzial, Risikopatientinnen und -patienten
frühzeitig zu identifizieren, noch bevor klinische Symptome auftreten oder
Veränderungen in der Bildgebung sichtbar werden. Hierfür bietet das MLL MVZ ab
Juli 2026 einen neuen molekulargenetischen Assay zur Bestimmung der messbaren
Resterkrankung (MRD) an.
Nachweis von in-Phase-Varianten – so funktioniert der MRD-Assay

Erste
Studien konnten bereits eine Überlegenheit dieses Ansatzes gegenüber der
herkömmlichen PET-CT-Diagnostik zeigen (Roschewski 2025, Krupka 2026, Wang 2026).
Ein weiterer Vorteil: Die Untersuchung ist nicht invasiv und ermöglicht eine
engmaschige molekulare Verlaufskontrolle ohne wiederholte Strahlenexposition,
wie sie bei PET-CT-Untersuchungen entsteht.
Anforderungen an das Probenmaterial
Für
die MRD-Untersuchung werden zunächst die individuellen, patientenspezifischen in-phase
Varianten bestimmt. Hierfür wird 30 ml peripherem Blut der Erstdiagnose benötigt,
das in Streck®-Röhrchen abgenommen wurde, sowie ein Standard-Röhrchen mit zusätzlichen
10 ml peripherem Blut (EDTA oder Heparin). Ergänzend kann auch Tumorgewebe
(FFPE) oder daraus isolierte DNA zur Bestimmung der in-Phase Varianten eingesendet
werden.
In
den folgenden Verlaufsuntersuchungen wird dann geprüft, ob die identifizierten
Varianten weiterhin nachweisbar sind. Hierfür werden je 40 ml peripheres Blut
in Streck®-Röhrchen benötigt.
Details im Überblick
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Untersuchung |
MRD-Monitoring bei diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) mittels Analyse patientenspezifischer in-Phase-Varianten |
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Verfügbarkeit |
ab
Juli 2026 |
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Indikation |
Molekulargenetische Verlaufsdiagnostik zur
Bestimmung der messbaren Resterkrankung (MRD) bei DLBCL |
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Material Erstuntersuchung |
30
ml peripheres Blut in Streck®-Röhrchen vor Therapiebeginn oder FFPE-Gewebe +
10 ml in EDTA oder Heparin Röhrchen |
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Material
Verlaufskontrolle |
40 ml peripheres Blut in Streck®-Röhrchen |
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Versand |
Versand
der Streck®-Röhrchen bei Raumtemperatur möglich |
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Vorteile |
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Referenzen
Kurtz,
D.M. et al. Enhanced detection of minimal residual disease by
targeted sequencing of phased variants in circulating tumor DNA. Nat Biotechnol 2021:39, 1537–1547.
Roschewski, M. et al.
Remission Assessment by Circulating Tumor DNA in Large B-Cell Lymphoma. J Clin Oncol 2025:43, 3652-3661.
Wang, S. et al. Prospective
Validation of Circulating Tumor DNA Measurable Residual Disease After
First-Line Therapy in Large B-Cell Lymphoma. J Clin Oncol 2026:44, 400-409.
Krupka, J.A. et al. Phased
Variant–Supported Circulating Tumor DNA as a Prognostic Biomarker After
First-Line Treatment in Large B-Cell Lymphoma: Findings From the DIRECT Study. J Clin Oncol 2026:44,
410-420.
Die Autorin

»Wenn Sie Fragen zu diesem Ansatz oder dem einzusendenden Untersuchungsmaterial haben, kontaktieren Sie mich gerne!«
Dr. rer. nat. Manuela Harloff