Individuelle Diagnostiksteuerung

23. März 2026

Von der Anforderung zur Analyse

Wie ist eigentlich unser Vorgehen bei der Anlage der Untersuchungen?

Nach Eingang Ihrer Proben sichten wir zunächst den beigefügten Untersuchungsauftrag. Jede Anforderung wird von einem unserer wissenschaftlichen Mitarbeitenden sorgfältig gegengeprüft. Grundlage dieser Prüfung sind die jeweils aktuellen diagnostischen Leitlinien sowie unsere internen Arbeitsanweisungen. Zusätzlich wird berücksichtigt, ob für die betreffende Einsenderin oder den betreffenden Einsender bereits bevorzugte Vorgehensweisen in Bezug auf die Steuerung der Analysen bei uns hinterlegt sind. Bedarf es einer Anpassung des ursprünglich angeforderten Untersuchungsspektrums, meldet sich, je nach Anforderungsprofil, ein wissenschaftlicher Mitarbeitender bei Ihnen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Individuelle Anforderungsprofile

Einerseits möchten wir den unterschiedlichen Anforderungen unserer Einsenderinnen und Einsender gerecht werden, andererseits aber auch jeder Patientin und jedem Patienten die bestmögliche Diagnostik ermöglichen. Aus diesem Grund hinterlegen wir – wenn gewünscht und nur nach entsprechender Vereinbarung – für jede Einsenderin und jeden Einsender ein individuelles „Anforderungsprofil“. Dabei unterscheiden wir im Wesentlichen drei grundsätzliche Profile:

  • Es sollen ausschließlich und ohne weitere Rücksprache, die auf dem Untersuchungsauftrag konkret angeforderten Analysen durchgeführt werden.
  • Wenn im Rahmen leitliniengerechter Diagnostik indiziert, können fehlende Untersuchungen ohne vorherige Rückfrage ergänzt werden.
  • Falls zusätzliche Untersuchungen nach Leitlinien indiziert sind, sollte diesbezüglich telefonisch Rücksprache gehalten werden.

Konkreter Nutzen für Sie und für uns

Die klare Definition Ihres gewünschten Vorgehens bietet mehrere Vorteile: Zum einen erhöht sie die Effizienz für beide Seiten, da das bevorzugte Vorgehen bei der Analysenanlage bereits bekannt ist und so gegebenenfalls zeitintensive Rückfragen vermieden werden können. Darüber hinaus kann vermieden werden, dass bereits außerhalb des MLL MVZ erfolgte Untersuchungen erneut durchgeführt werden und so unnötige Kosten verursachen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Abrechnungssicherheit:  In der Regel sehen wir bei stationär versicherten Patientinnen und Patienten von der ergänzenden Durchführung kostenintensiver Untersuchungen (z. B. molekulargenetisches MDS-Panel) und von entsprechenden Rückfragen ab. Diese Informationen stehen allen beteiligten Abteilungen zur Verfügung und sorgen dafür, dass Ihre Einsendungen konsistent nach Ihren Vorgaben bearbeitet werden. Selbstverständlich können die hinterlegten Informationen jederzeit angepasst werden.

Gemeinsam stellen wir so sicher, dass die Diagnostik im MLL MVZ bestmöglich an Ihre Bedürfnisse angepasst ist. Durch klar hinterlegte Anforderungsprofile lassen sich Abläufe deutlich beschleunigen, was zu einer spürbaren Zeitersparnis im Praxis- und Klinikalltag führt. 

Die Autorin

»Gern können Sie direkt mit uns Kontakt aufnehmen, und ein individuelles Vorgehen für Ihre Proben abzustimmen. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!«

Julia Hennig

Abteilungsleitung Customer Support
Einsenderkommunikation

T: +49 89 99017-504

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