Damit ist gemeint, dass erst in Abhängigkeit von den in Zytomorphologie und/oder Immunphänotypisierung erhobenen Befunden die weiteren zyto- oder molekulargenetischen Untersuchungen zur Charakterisierung der Erkrankung oder eben auch zum Ausschluss noch möglicher Differenzialdiagnosen eingeleitet werden. Ebenso werden unnötige Analysen vermieden. Dabei erfolgt eine klare Orientierung an den gängigen Leitlinien oder Empfehlungen der Fachgesellschaften.
Für sämtliche im MLL eintreffenden Proben wird bei entsprechender Anforderung innerhalb weniger Stunden ein zytomorphologischer oder durchflusszytometrischer Erstbefund durch unsere Hämatologen erstellt. Die rasche Bearbeitungszeit ermöglicht es, weitere Diagnostik noch am selben Tag befundadaptiert und nach Rücksprache mit Ihnen als Einsender in die Wege zu leiten. Da mit zunehmendem Probenalter die Untersuchungsqualität  zum Beispiel bei der Chromosomenanalyse deutlich abnimmt, erscheint uns dieses beschleunigte Vorgehen unerlässlich.
Grundsätzlich genügt ein kurzer handschriftlicher Vermerk auf dem Anforderungsbogen, wie z.B. „Weiteres je nach Befund und/oder nach Rücksprache“, aber auch detailliertere Angaben zum gewünschten Vorgehen können wir berücksichtigen. Hierbei bleibt zu beachten, dass bestimmte Untersuchungen auch zum Ausschluss einer Differenzialdiagnose empfehlenswert sind, z.B. die Durchführung einer Zyto- oder ggf. Molekulargenetik bei unklaren Zytopenien und der Differenzialdiagnose „Myelodysplastisches Syndrom“.
In Kürze wird dazu auch eine entsprechende Auswahlmöglichkeit „Stufendiagnostik“ auf unserem Untersuchungsauftrag (Download unter mll.com) zur Verfügung stehen.