Ein guter Befund beginnt mit der Präanalytik – unser Probeneingang stellt sich vor

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Jeden Tag arbeitet das MLL-Team gemeinsam daran, durch eine schnelle und gezielte Leukämiediagnostik PatientInnen weltweit die beste Therapie zu ermöglichen. Aber wie genau sieht der Arbeitsalltag der rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus? Welche Abteilungen und Bereiche gibt es? Unsere neue Magazin-Serie „Das MLL stellt sich vor“ ermöglicht Ihnen einen Einblick in unser Labor, im ersten Teil möchten wir Ihnen unseren Probeneingang vorstellen.

Der Probeneingang ist die erste Anlaufstelle aller Patientenproben im MLL und damit auch die erste Stelle der Qualitätskontrolle des Probenmaterials. Die MitarbeiterInnen des Probeneingangs nehmen die Proben entgegen, erfassen und prüfen die Patientenstammdaten und die Einsenderdaten sowie die Menge und Art des Probenmaterials. Ab diesem Zeitpunkt sind sämtliche Probengefäße mit einem eindeutigen Barcode gekennzeichnet, über den die Proben zu jedem Zeitpunkt verwechslungsfrei identifiziert werden und ihr weiterer Weg durch das MLL im Laborinformationssystem gesteuert wird.

Das Team von Probeneingang und Order Control

Für diesen verantwortungsvollen ersten Schritt sind acht MitarbeiterInnen des Probeneingangs unter der technischen Leitung von Herrn Florian Wimmer verantwortlich. Das Team setzt sich schwerpunktmäßig aus medizinischen Fachangestellten zusammen und wird seit einigen Monaten punktuell durch WerkstudentInnen unterstützt.

Um unseren EinsenderInnen die höchstmögliche Qualität zu gewährleiten, unterliegt bei uns am MLL jeder Arbeitsschritt strengen Richtlinien und Vorgaben. Dieser Prozess beginnt mit Eingang der Probe in unserem Labor: Die EingangsmitarbeiterInnen prüfen gemeinsam mit MTLAs der einzelnen Analytik-Bereiche, ob das Probenmaterial für die angeforderten Analysen geeignet ist. Darüber hinaus wird jede Einsendung im Hinblick auf die klinische Fragestellung von den NaturwissenschaftlerInnen und ÄrztInnen des MLL geprüft. Dieser stringente Order Control Prozess gewährleistet, dass alle Einsendungen einer individuellen Kontrolle unterzogen werden, um eine höchstmögliche Qualität in der anschließenden Analytik sicherzustellen. Sollten hierbei Unklarheiten oder Fragen entstehen, halten wir Rücksprache mit dem/der einsendenden Arzt/Ärztin – beispielsweise, wenn die Art des Probenmaterials für die Analysen nicht geeignet ist.

Ein typischer Arbeitsalltag

Ein typischer Arbeitsalltag im Probeneingang des MLL beginnt mit der Erfassung der Proben, die über Postversand und Kurierdienste bei uns eintreffen. Da viele Proben gleichzeitig eintreffen und rasch an die Analytik-Bereiche verteilt werden müssen, wird von den MitarbeiterInnen zu diesen Stoßzeiten besonders sorgfältiges und effizientes Arbeiten gefordert. Nach dieser Phase managen die MitarbeiterInnen im Probeneingang die Nachforderungen von Analysen, die sich aus den ersten Ergebnissen der Zytomorphologie oder Immunphänotypisierung ergeben oder die von den Einsendern direkt veranlasst werden. Zudem werden telefonische Anfragen entgegengenommen, fehlende Abrechnungsinformationen vervollständigt oder Versandmaterialen an die Einsender verschickt. Der Eingang ist damit eine zentrale Drehscheibe zwischen den einzelnen Analytik-Bereichen des MLL auf der einen und den Einsendern auf der anderen Seite.

Ausblick

In Zukunft ist es wesentlich, die Automation und Digitalisierung des Probeneingangs konsequent voranzutreiben. Probentransportsysteme können die MitarbeiterInnen bei der Probenverteilung unterstützen. Durch den Ausbau des elektronischen Order Entry Systems wollen wir verstärkt eine direkte Kommunikation zwischen Arztinformationssystem und Laborinformationssystem erreichen, um Verwechslungsmöglichkeiten zu minimieren und so die Patientensicherheit noch weiter zu erhöhen, aber auch die Befundübermittlung und das Nachforderungsmanagement für die Einsender zu optimieren.