Münchner Leukämielabor MLL bietet Integrierten Befund für Myelodysplastische Syndrome an

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Nach der erfolgreichen Einführung des Integrierten Befundes zur Akuten Myeloischen Leukämie (AML) Ende 2017 bietet die Münchner Leukämielabor GmbH (MLL) nun auch eine Version für Myelodysplastische Syndrome (MDS) an. Auch hier ist das Ziel die übersichtliche Zusammenfassung und zugleich differenzierte Interpretation der oft komplexen Konstellation aus zytomorphologischen, durchflusszytometrischen und insbesondere zyto- und molekulargenetischen Einzelbefunden.


Entsprechend liefert der Integrierte Befund MDS standardmäßig die exakte Diagnose nach der aktuellen WHO-Klassifikation und die Einordnung in die wichtigsten Prognose-Systeme (IPSS, IPSS-R), aber auch Erläuterungen zu anderen relevanten Aspekten. Dies soll Hilfestellung bei der Festlegung individueller, patientenspezifischer Therapiekonzepte leisten.


„Der Integrierte Befund für die AML ist bei unseren Einsendern aus Klinik und Praxis auf ein ausnahmslos positives Echo gestoßen. Das hat uns ermutigt, unser Tool für die Interpretation der genetisch oft hochkomplexen MDS-Erkrankungen weiterzuentwickeln“, so Professor Torsten Haferlach, Geschäftsführer des MLL.


Wie gehabt wird der Befund von den erfahrenen Hämatologen des MLL erstellt. Minimalvoraussetzung dafür sind Angaben zum Differenzialblutbild bei der Probeneinsendung sowie die Durchführung zytomorphologischer und zytogenetischer MDS-Diagnostik im MLL. Bei der AML sind zusätzlich Molekulargenetik und optimaler Weise die
Immunphänotypisierung erforderlich. Für weitere Entitäten wie das Multiple Myelom und die CLL ist der Integrierte Befund aktuell in Planung.