Beiträge

  • Prof. Dr. med. Dr. phil. Torsten Haferlach
    vom 14.10.2021
    Der schwierige Fall: Wie die Diagnostik von Morgen aussehen wird

    Wir haben alle gelernt: „Das Häufige ist häufig und das Seltene ist selten“. Soweit so gut. Bei großen Fallzahlen mit zunehmend vernetzten Daten und auf der Basis der aktuellen WHO Klassifikation kann man auch seltene Diagnosen heute genauer zuordnen. Schwieriger wird es allerdings dann, wenn einzelne Befunde der Diagnostikkette sowie die Blutwerte nicht schlüssig zusammenpassen – oder einfach eine Unsicherheit bleibt, obwohl der/die PatientIn klinisch definitiv krank ist. Was ist dann der nächste Schritt?

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  • Dr. rer. nat. Manja Meggendorfer, MBA
    vom 18.08.2021
    Unser erster Whole Genome Sequencing Befund

    Die Ganzgenom-Sequenzierung ist eine etablierte Analysemethode in Forschungsprojekten und auch zunehmend in der Humangenetik, um krankheitsverursachende genetische Veränderungen, die zu einer Erkrankung führen, zu entdecken. Zunehmend findet diese Methode auch Anklang in der Tumorgenetik, da mit nur einer Analyse die verschiedensten genetischen Veränderungen untersucht werden können. Wir haben unsere ganze Erfahrung der letzten Jahre in die Routinediagnostik transferiert und einen entsprechenden klinischen Befund der Ganzgenom-Sequenzierung gestaltet, den wir im Juni 2021 erstmals versenden konnten.

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  • Dr. rer. nat. Frank Dicker
    vom 14.06.2021
    4-stufiges (4-Tier) System zur Bewertung von Sequenzvarianten

    Der rasante Anstieg an Sequenzierdaten aus gesunden und verschiedensten erkrankten Geweben verdeutlicht, dass es ein breites Spektrum zwischen klar krankheitsassoziierten, pathogenen Veränderungen und nicht-pathogenen Polymorphismen gibt. Verschiedene Fachgesellschaften haben daher für onkologische Fragestellungen Empfehlungen erarbeitet. Ab sofort arbeiten wir in der Molekulargenetik mit dem weltweit meistgenutzten 4-Klassensystem (“4-Tier“ System), welches wir auf zentrale Fragestellungen in der hämatologischen Diagnostik abgestimmt haben. Dieses möchten wir Ihnen in diesem Artikel gerne vorstellen.

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  • Prof. Dr. med. Dr. phil. Torsten Haferlach
    vom 11.06.2021
    Zum Sinn von Next Generation Sequencing bei Verdacht auf myeloische Neoplasie

    Vor kurzem publizierten die Kolleginnen und Kollegen um S. Vantyghem (Haematologica 01.03.2021, Seite 701-707) eine „Real-Life-Studie“. Im Mittelpunkt der Analysen standen 177 Patienten mit gemutmaßten oder bereits gesicherten myeloischen Neoplasien wie MDS oder MPN ohne finale Diagnose mittels Zytomorphologie und Immunphänotypisierung. Dabei wurde in einer ersten Kohorte ein NGS-Panel mit 34 Genen verwendet, um eine definitive Diagnose auszuschließen beziehungsweise zu stellen. In einer zweiten Kohorte wurde der Frage nachgegangen, inwiefern daraus prognostische und insbesondere auch therapeutische Konsequenzen zu ziehen wären, wenn somatische Mutationen nachweisbar waren. Diese Studie möchte ich Ihnen in diesem Artikel vorstellen.

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  • Dr. med. Christian Pohlkamp
    vom 21.04.2021
    Neues Panel zur Abklärung unklarer Erythrozytose/Polyglobulie

    Eine Polyglobulie oder Erythrozytose ohne Nachweis einer der typischen Mutationen, wie z.B. die JAK2-Mutation bei Polyzythämia vera, stellt uns Hämatologen vor Probleme. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse eröffnen weitere Optionen bei der molekulargenetischen Abklärung.

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  • Dr. med. Adriane Koppelle
    vom 20.04.2021
    Fortschritte in der gezielten Therapie von Lymphomen

    Die Therapielandschaft von Lymphomerkrankungen hat sich in den letzten Jahren durch den Fortschritt im Verständnis der Pathogenese erheblich verändert. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, die Chemotherapien zu reduzieren und neuartige zielgerichtete Therapien alleine oder in Kombination einsetzen zu können. In diesem Artikel berichten wir insbesondere über die BCL2-Inhibition und deren Resistenzmechanismen, wie auch die Bedeutung der MYD88-Mutation und der CXCR4-Mutation beim Morbus Waldenström.

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  • Prof. Dr. med. Dr. phil. Torsten Haferlach
    vom 24.02.2021
    62. ASH Annual Meeting & Exposition – ein Nachbericht

    Im Dezember 2020 fand das 62. Annual Meeting & Exposition der American Society of Hematology (ASH) statt, erstmalig in virtuellem Format. Auf dem weltweit größten Hämatologie-Kongress kamen internationale Fachexpertinnen und –experten zusammen, um sich fünf Tage lang über die neuesten hämatologischen Erkenntnisse auszutauschen und sich über den aktuellen Forschungsstand zu informieren. Auch dieses Mal war das MLL Münchner Leukämielabor mit dabei. Insgesamt 12 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten ihre aktuellen Forschungsprojekte vor. Welche das sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

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  • PD Dr. med. Gregor Hörmann, PhD
    vom 16.12.2020
    Molekulargenetik bei Mastozytose und Hypereosinophilie

    Erweiterte molekulargenetische Untersuchungen nehmen einen zunehmenden Stellenwert in der Abklärung von Mastzellerkrankungen und Hypereosinophilie ein. Neben der krankheitstypischen Driver-Mutation KIT D816V der Mastozytose und PDGFRA-, PDGFRB-, FGFR1- und PCM1-JAK2-Rearrangements wird am MLL eine erweiterte Mutationsanalyse mittels Next-Generation-Sequencing (NGS) zur Unterstützung der Diagnosestellung und Prognosestratifizierung der Erkrankungen eingesetzt. Diese NGS Gen-Panels werden laufend anhand der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aktualisiert.

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  • Dr. med. Adriane Koppelle
    vom 16.12.2020
    Fortschritte in der gezielten Therapie von hämatologischen Neoplasien

    In den letzten Jahren hat die Erforschung der zugrundeliegenden pathogenetischen Mechanismen hämatologischer Neoplasien zu bemerkenswerten Fortschritten in unserem Verständnis dieser Krankheiten geführt. Zytogenetische und molekulare Aberrationen sind die wichtigsten Faktoren bei der Bestimmung des Ansprechens auf eine Chemotherapie und stellen zunehmend auch therapeutische Ziele dar. In dieser Newsletterausgabe möchten wir zunächst eine Übersicht über neuartige Therapien der AML geben, deren Zielgene im MLL sequenziert werden können.

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  • Dr. rer. nat. Ines Schmidts
    vom 30.09.2020
    MDS-assoziierte aberrante Phänotypen beim multiplen Myelom

    Seit circa einem Jahrzehnt ist bekannt, dass bei einem Teil der Patienten mit multiplem Myelom (MM) MDS-assoziierte Veränderungen im Knochenmark bei Diagnose des multiplen Myeloms detektiert werden können oder im späteren Verlauf auftreten. Diese umfassen genetische Veränderungen, wie den Nachweis einer klonaler Hämatopoese bzw. MDS-assoziierter zytogenetischer Veränderungen*, sowie MDS-typische aberrante Immunphänotypen**. Eine aktuelle Studie unterstreicht die klinische Relevanz solcher MDS-assoziierten (immun)phänotypischen Veränderungen (MDS-PA) und zeigt mögliche Wege für eine erweiterte Diagnostik beim MM auf.

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  • Dr. Wencke Walter
    vom 18.08.2020
    Perspektiven der Diagnostik – WGS und WTS

    Die Diagnose und Klassifizierung hämatologischer Neoplasien ist ein komplexer Prozess. Verschiedene diagnostische Technologien (Zytomorphologie, Histologie, Zytogenetik, Immunphänotypisierung und Molekulargenetik) sind nötig, um den klinischen Herausforderungen einer schnellen, genauen und therapeutisch relevanten Diagnose für jeden Patienten gerecht zu werden. Insbesondere genetische Tests haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert und sind so zu einer schnellen und umfassenden Option für verschiedene Fragestellungen geworden.

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  • Dr. med. Christian Pohlkamp
    vom 08.06.2020
    Bestimmung von Resistenzmutationen bei zielgerichteten Therapien

    In den vergangenen Jahren hat sich für verschiedene hämatologische Neoplasien der Einsatz zielgerichteter Therapien („targeted therapies“) bewährt und zunehmend Einzug in die Routine gehalten. Das rationale molekulare Design solcher Wirkstoffe ermöglicht die zielgerichtete Blockade intrazellulärer Signalketten in malignen Zellen. Folgen sind z.B. ein Zellzyklusarrest oder idealerweise die Apoptose. Doch treten leider auch Resistenzen gegenüber derart maßgeschneiderten Therapien auf.

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  • Dr. rer. nat. Constance Bär
    vom 18.02.2020
    Bewertung von Sequenzvarianten

    Sequenziertechnologien haben sich in den letzten Jahren rapide entwickelt. Die Sequenzierung eines ganzen Genoms oder größerer Panels ist in nur wenigen Tagen möglich. Eine individualisierte Bewertung der Sequenz ist die Voraussetzung zur personalisierten Diagnostik und Therapie.

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  • vom 16.11.2019
    Standardisierung der BCR-ABL1 Quantifizierung bei CML

    Bei der Verwendung von molekularen Tests für die Quantifizierung von BCR-ABL1 bei CML-Patienten wird empfohlen, die Messung von einem standardisierten Labor durchführen zu lassen. Die Standardisierung bildet die Voraussetzung dafür, dass die Ergebnisse mit den Richtlinien des ELN (European LeukemiaNet; Baccarani et al., Blood 2013) abgeglichen werden können, und dient der Vergleichbarkeit zwischen den Laboren sowie der Qualitätssicherung. Das MLL bestimmt bereits seit 2011 den standardisierten Wert BCR-ABLIS (IS = International Scale).

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  • vom 05.11.2019
    Immunphänotypisierung des multiplen Myeloms: Patienten ohne minimale Resterkrankung leben länger

    Die prognostische Aussagekraft der minimalen Resterkrankung (MRD) bei Patienten mit multiplem Myelom wurde in zahlreichen Studien untersucht und kontrovers diskutiert. Die bisherige Datenlage war durchaus heterogen in Bezug auf Patientenkollektive, Therapien, Fallzahlen sowie Methodik, mit der die MRD nachgewiesen wurde. Seit Vorliegen der Metaanalyse von Munshi et al. (JAMA 2017) darf jedoch als belegt gelten, dass MRD Negativität nach Erstlinientherapie einer der stärksten Surrogatmarker für ein verlängertes Gesamtüberleben ist.

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  • vom 01.11.2019
    Additive molekulargenetische Diagnostik beim multiplen Myelom

    Ca. 10% aller hämatologischen Neoplasien sind Plasmazellerkrankungen wie das multiple Myelom (MM) oder Plasmazellleukämien. Das MLL bietet in diesem Zusammenhang die Untersuchung eines molekulargenetischen Panels an, das die Gene BRAF, KRAS, NRAS und TP53 umfasst.

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  • Dr. med. Christian Pohlkamp
    vom 30.10.2019
    Münchner Leukämielabor MLL bietet Integrierten Befund für Myelodysplastische Syndrome an

    Nach der erfolgreichen Einführung des Integrierten Befundes zur Akuten Myeloischen Leukämie (AML) Ende 2017 bietet die Münchner Leukämielabor GmbH (MLL) nun auch eine Version für Myelodysplastische Syndrome (MDS) an.

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  • Dr. med. Christian Pohlkamp
    vom 28.10.2019
    Stufendiagnostik am MLL

    Kostenbewusste Diagnostik ist notwendig. Infolgedessen ist es das Bestreben des MLL, für Sie bzw. Ihre Patienten ein kosteneffizientes Vorgehen im Sinne einer Stufendiagnostik zu ermöglichen. 

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  • Dr. rer. nat. Ines Schmidts
    vom 23.10.2019
    Die Bedeutung der erweiterten Molekulardiagnostik bei Zytopenie und (Verdacht auf) MDS

    Das Next-Generation Sequencing (NGS) hat sich rasch zu einer unentbehrlichen Methode in der molekulargenetischen Diagnostik entwickelt. Wie Patienten mit unklaren Zytopenien oder der (Verdachts-)Diagnose eines MDS von dem diagnostischen Potenzial des NGS konkret profitieren, damit beschäftigt sich ein kürzlich in Blood erschienener Artikel (Steensma Blood 2018).

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  • Dr. rer. nat. Ines Schmidts
    vom 17.10.2019
    Die Bedeutung der NGS-Diagnostik bei (Verdacht auf) AML

    In der letzten Ausgabe (1/2019) stellten die MLL News einen kürzlich in Blood erschienenen Artikel zum Einsatz der Hochdurchsatzsequenzierung bei (unklarer) Zytopenie und MDS vor (Steensma et al. 2018). Auch in der AML-Diagnostik nimmt das Next-Generation Sequencing (NGS) schon heute eine zentrale Rolle ein und wird weiter an Bedeutung gewinnen.

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