Myeloproliferative Neoplasien (MPN) – Zytomorphologie
Die zytomorphologische Beurteilung bei den MPN bezieht die Zellularität im Gesamten sowie in den einzelnen hämatopoetischen Reihen ein. Wichtig ist auch die Feststellung des Blastenanteils. Für spezielle Fragen (bei Verdacht auf eine refraktäre Anämie mit Ringsideroblasten und Thrombozytose; RARS-T) ist darüber hinaus die Eisenfärbung relevant. Besteht eine Fibrosierung des Knochenmarks z.B. bei primärer Myelofibrose (PMF), ist oftmals die zytomorphologische Beurteilbarkeit der Präparate eingeschränkt („punctio sicca“).
Maßgeblich für die Beurteilung des Fasergrads und der Knochenmarkarchitektur ist in allen Fällen die Histopathologie, welche bei vermuteter oder gesicherter MPN immer hinzu gezogen werden sollte.
